Das Thermalwasser
Die Bekanntheit von
Marienbad beruht auf dem Reichtum seiner natürlichen Heilquellen. In der
weiteren Umgebung von Marienbad sprudeln über einhundert Mineralquellen aus der
Erde, im Weichbild der Stadt um die vierzig. Alle hier entspringenden
Heilquellen sind kalte Säuerlinge, deren Temperatur zwischen 7°C und 10°C
schwankt. Die deutlich unterschiedliche mineralische Zusammensetzung der Quellen
ermöglicht es allein durch Trinkkuren zahlreiche Erkrankungen verschiedener
Organe positiv zu beeinflussen. Die für Trinkkuren verordnete Wassermenge ist
zwar von der Diagnose und vom aktuellen Zustand der Patienten abhängig - in der
Regel sind es jedoch 1,5 – 2 Liter täglich. Die Mineralquellen werden ebenso für Inhalation und
Mineralbäder verwendet.
Der heilende Schlamm
Peloide sind
anorganische oder organische breiartige Mischungen, die nach bestimmter
Aufbereitung und Erwärmung als Umschläge und Wickel angewendet werden. Es
handelt sich um Moor, Torf und andere Schlammarten, die in der Nähe von
Heilquellen vorkommen. Moorwickel werden in der Regel mit einer Temperatur
von 40° C für 20 – 30 Minuten appliziert. Moorwickel werden bei Erkrankungen des
Bewegungsapparats, bei gynäkologischen Krankheiten und Erkrankungen der Atemwege
angewendet. Eine spezielle Therapieart stellen vaginale Moortampons dar, die zur
Behandlung von chronischen gynäkologischen Entzündungen und bei Frauensterilität
angewendet werden.
Natürliche Gase
Natürliches
Gas vulkanischen Ursprungs (enthält 99,7 % Kohlendioxyd) regt den
Blutkreislauf sowie die Nierenaktivität und die Sexualfunktionen an und
hat außerdem eine entzündungshemmende Wirkung. Es wird auch injiziert,
um Schmerzen zu lindern, die Durchblutung lokal zu fördern und den
Heilungsprozess zu beschleunigen.
Indikationen
Erkrankungen des
Bewegungsapparates, Erkrankungen der Nieren und Harnwege, Erkrankungen der
Atemwege, Stoffwechselerkrankungen, Gynäkologische Erkrankungen inkl. Behandlung
von Unfruchtbarkeit, Onkologische Erkrankungen, Hypertonie, ischämische
Herzkrankheit, ischämische Erkrankung der unteren
Extremitäten, Potenzstörungen.
Kontraindikationen
Akute und infektiöse
Erkrankungen; Häufig sich wiederholende profuse Blutungen aller Art; Bösartige
Geschwüre während und nach der Behandlung mit klinisch feststellbaren Anzeichen
einer Progression der Erkrankung; Alkoholabhängigkeit, Abhängigkeit von
suchtverursachenden Stoffen; Schwangerschaft; Unfähigkeit zur Eigenfürsorge und
zu Alltagstätigkeiten ohne Hilfe anderer Personen, sowie Unfähigkeit
selbständigen Gehens.
Therapeutische Leistungen und Behandlungen
- Balneotherapie: medizinische Trinkkur, CO2-Injektionen, trockenes Kohlendioxidbad
- ärztlich verordnete Teilmassage Inhalation
- Elektrotherapie
- Inhalation
- Ultraschall Behandlung
- Kryotherapie
- Paraffinpackung
- Gerovital-Kur
Medizinische Behandlungen finden teilweise im Hotel und im Danubius Health Spa Resort Hvezda-Skalnik statt